Das iPad zum Tanzen bringen

04. März 2010

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20 Tage Beschäftigung mit Technik- und Designfragen zum iPad zeigen: Die Zukunft des Zeitungsdesigns wird sich im Spannungsfeld unterschiedlicher Erzähltechniken bewegen. Text und Bild werden sich nicht länger bloß ergänzen, sondern Stück für Stück in eine intuitive, kohärente Einheit übergehen. Wir arbeiten in letzter Zeit an einer Kultur des “Hybrid-Journalismus”, die technische Innovationen, grafische Visionen und starke, klug aufbereitete Inhalte zusammenbringt.

Neue Endgeräte, wie Apples iPad, werden den Weg zu dieser Zukunft erheblich verkürzen. Wir wollen die Entwicklung durch erste, praktische Einsichten aus unserer Denkschmiede weiter voranbringen:

  • Verlagen wird es mit dem iPad möglich sein, für eine neue Art von sehr sinnlichem Journalismus und neuen Services mit Fug und Recht Geld zu verlangen, weil es das woanders einfach nicht gibt
  • Wir meinen, dass es digitale Abomodelle geben wird, bei denen der Kunde eine aufgemotzte Version des gedruckten Produktes für zwei Jahre aufs iPad bekommt und dafür das Gerät mehr oder weniger kostenlos erhält.
  • Die Branche befindet sich in einem Ablösungsprozess vom Papier – vor allem gilt das für Tageszeitungen und Fachmagazine. Der qualitative Sprung vom Schwarz-Weiss-Kindle zum iPad wird vergleichbar sein mit dem Übergang vom Nokia-Handy zum iPhone.
  • Der größte Fehler, den Zeitungen und Zeitschriften machen können, ist zu früh mit halbgaren Lösungen zu kommen, die nicht anders aussehen als die Zeitung
  • Printmedien werden zum Lifestyle-Produkt und zum luxuriösen Privat-Archiv für Texte. Nachrichten, Blogs, Debatten, Bilder, Filme – all das wird digital konsumiert. Die Verlage drucken auf Anfrage hochwertige Zusammenfassungen ihrer Medien, die man sich dann ins Regal stellen kann.
  • Neben dem offensichtlichen und viel diskutierten Einsatzmöglichkeit “Medien”, glauben wir, dass ein anderer Bereich noch viel explosiver wachsen wird: e-books und e-learning sind hochaktuell und könnten durch die neuen Endgeräte zur tragenden Säule für Lernprozesse sowohl im schulischen, akademischen und unternehmerischen Umfeld werden.

Einen entsprechenden Beitrag in der “Zeit” mit Lukas Kircher lesen Sie hier.

Mutig, mutiger – Ranger

02. März 2010

Y03_001_Titel.icmlInterne Kommunikation kann spannend sein und Denkanstöße geben. Jüngstes Beispiel: Y, das Magazin der Bundeswehr, hat die amerikanischen „Ranger“ besucht und erzählt in seinem aktuellsten Heft vom Training und von der Einsatzrealität der Elitetruppe. Am Beispiel der Traditionseinheit, deren Wurzeln bis ins 17. Jahrhundert zurück reichen, wird eindrucksvoll erzählt, wie wichtig ständige Ausbildung und hartes Training als Vorbereitung für den Einsatz in Kampfgebieten ist. Die US-Ranger werden unter anderem in Afghanistan eingesetzt, wo auch die Bundeswehr stationiert ist. Y wird von der Berliner Medienagentur KircherBurkhardt produziert.

Bewegtbild in der Kommunikation

19. Februar 2010

Wenn von interner oder externer Kommunikation die Rede ist, dann denkt man an Mitarbeiterzeitung, Newsletter im Intranet oder an ein Kundenmagazin. Man denkt an Information und Nutzwert, nicht an Emotionalität. Deswegen legt die Berliner Medienagentur KircherBurkhardt jetzt eine weitere Spur in der Corporate Communication: storytelling in bewegten Bildern. Dafür steht ein Film-Team mit Miguel Custodio als Kameramann und Oliver Neidhart als Producer. Wenn also der Chef vor seiner Belegschaft authentisch und persönlich sprechen will, kann er das als Hauptdarsteller mit Botschaften via TV-Kamera „live“ tun. Oder: Im Kundenmagazin steht eine grandiose Titelgeschichte. Mit einem über die Webcam eingescannten Barcode in Textnähe kann die Story als Filmbeitrag auf dem Rechner gestartet werden. Also nicht lesen oder sehen, sondern lesen, sehen und fühlen.

Digitales Denkmal für Diekmann-Blog

04. Februar 2010

kai_diekmann_denkmalMit einer rasanten Collage aus Bildern, Videos, Animationen und Sounds hat die Berliner Medienagentur KircherBurkhardt dem Kai-Diekmann Blog ein digitales Denkmal gesetzt. Wo in den vergangenen 100 Tagen der „Bild“-Chefredakteur gebloggt hat, erwartet den Besucher ab sofort ein grafisches Feuerwerk, das die Top-Themen und die Protagonisten des Blogs phantasievoll in Szene setzt.

Von der Ideenfindung bis zur Live-Schaltung standen der Agentur nur 18 Tage zur Verfügung. Entsprechend intensiv mussten Paul Wagner, Kreativdirektor bei KircherBurkhardt Digital, und sein Team aus Grafikern, Flash- und Motionspezialisten an dem Projekt arbeiten. „Bei solchen Projekten muss man alles geben. Natürlich sind jetzt alle k.o. – aber das Ergebnis macht uns stolz und den Besuchern des Blogs Spaß. So muss es sein.“

www.kaidiekmann.de

Publizistische Lorbeeren für Y

28. Januar 2010

Y02_001_Titel.inddGroßes Lob für “Y – Das Magazin der Bundeswehr”. Diesmal kommen die anerkennenden Worte aus der Schweiz: Die Neue Zürcher Zeitung hat den vom Bundesministerium der Verteidigung herausgegebenen Titel ausführlich rezensiert. Die monatliche Publikation für die Truppe wurde von der Berliner Medienagentur KircherBurkhardt 2009 relauncht und wird nun von einem Team von Designern, Journalisten und Blattmachern unterstützt und konzeptionell weiterentwickelt. Außerdem ist KircherBurkhardt für die Produktion, den Anzeigenvertrieb und das Abonnentengeschäft verantwortlich. Der NZZ-Autor beschreibt das Magazin als lifestyleartig und verortet es optisch in die Nähe des Männermagazins GQ. Inhaltlich gebe „Y“ eine publizistische Antwort auf den Mangel an kompetenter militärpolitischer Berichterstattung im deutschen Blätterwald.