News 19. August 2010

“Unsere Saat ist die Überzeugungskraft”

Geschäftsführer Lukas Kircher steht in der neuen Ausgabe von CP Wissen den Fachjournalisten Rede und Antwort. Seine Kernbotschaft lautet: Bei den Inhalten trennt sich im CP-Geschäft die Spreu vom Weizen. Nur wer seine Zielgruppe in ihrem Lebensmittelpunkt erreicht, kann langfristig Vertrauens- und Identifikationsprozesse befördern.

•Haben Sie sich auf ein bestimmtes Genre und auf Themen im CP spezialisiert?

Nein, damit würden wir unsere Möglichkeiten nur begrenzen. Wir besitzen in unserer Agentur sowohl technisch als auch inhaltlich genügend Know-how, um alle kommunikativen Kanäle mit starken Inhalten zu bespielen. Diese Vielseitigkeit ist uns wichtig. Wir müssen täglich über das Erwartbare hinaus, um beim Leser zu punkten.

Für welche CP-Medien arbeiten Sie aktuell?

Wir verantworten unter anderem die Kundenmagazine von E.ON, DB Schenker und Porsche, produzieren Mitarbeiterzeitungen für Bosch und die Deutsche Bahn. Zudem entwickeln wir Info- und Dialog-Kampagnen für Nordstream, das Deutsche Rote Kreuz und den DSGV.

Welchen Anteil hat CP heute an Ihrem Umsatz und wie schätzen Sie die künftige Entwicklung ein?

Die laufenden CP-Projekte machen etwa 70% unseres Geschäfts aus – und diese Zahl wird weiter steigen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Produkte nicht nur mit Spannung erwartet und gelesen werden, sondern allen Beteiligten einen konkreten Nutzen bringen. CP hat sich als äußerst wirksame Form der Unternehmenskommunikation bewährt. Und die Variationsmöglichkeiten steigen. Allein das iPad birgt wahnsinnige Chancen für originelles, innovatives CP.

Was macht CP für Sie interessant?

Das Überzeugungspotential. Wir vertreten bei KircherBurkhardt eine ganz simple These, was Unternehmenskommunikation betrifft: Das Agenturgeschäft spielt sich immer mehr in zwei separaten Lagern ab. Die einen beackern mit Werbung, Promotion und Sponsoring das Feld, während die andern, die CP-Agenturen, fürs Säen zuständig sind. Unsere Saat ist die Überzeugungskraft. Wer Vertrauen aufbauen will, liefert mit transparenten, überzeugenden Inhalten das beste Argument.

Was ist der entscheidende Unterschied Ihrer Arbeit für CP-Magazine im Vergleich mit der für klassische Verlagsmedien?

Einen fundamentalen Unterschied müsste man schon genau suchen. Die wichtigste Differenz liegt in der Verschiedenheit des Auftrages, den diese Medien haben. Darauf müssen wir als Agentur sorgfältig eingehen. Die Art unserer Leistungen unterscheidet sich aber nicht wesentlich. Unser Medialab bietet Editorial Design, Digitale Lösungen und journalistische Inhalte für beide Kundenbereiche. In der iPad-Entwicklung sind die Verlagsmedien vorne, für unsere CP-Kunden übernehmen wir hingegen oft ein viel umfangreicheres Leistungspaket.

Haben Sie einen ehernen Grundsatz, den Sie für sich aus den Erfahrungen in diesem Bereich ableiten können?

Wir haben ein übergeordnetes Leitmotiv, das auch im CP den feinen Unterschied macht: “Storytelling on Strategy“. Eigentlich ist es mehr Methode als Grundsatz: Journalistisches Storytelling sorgt dafür, dass Leser in die Inhalte einsteigen und die Botschaften hängen bleiben. Strategische Markenführung macht diese Inhalte zur kommunikativen Tool-Box für unsere Kunden.

Was stört Sie am meisten bei Ihrer Arbeit für CP-Medien?

Das immer noch so wenig crossmedial gedacht wird. Dabei ist eine medial intelligent gefächerte Zielgruppenansprache für viele Projekte die ergiebigste Lösung. Leser immunisieren sich zwar zunehmend gegen die Informationsflut, wenn sie sich aber einmal auf eine Kommunikation einlassen, dann wollen sie variierte, identifikationsstiftende Inhalte auf allen Kanälen. CP muss aus der Mono-Spur austreten und endlich polyphon werden.

Woher kommen künftig die kreativen Impulse in der Printmedienlandschaft: aus den klassischen Verlagsmedien oder aus dem CP?

Das hängt stark davon ab, wer im Buhlen um die besten Journalisten und die kreativsten Mediendesigner das Rennen machen wird. Sicher ist, dass mit der Qualitätssteigerung im CP jungen Talenten eine vielversprechende Perspektive geboten werden kann. Andererseits liegt für die Kreativen in den Verlagsmedien gerade jetzt in Krisenzeiten die Chance, beim Aufbau neuer Strukturen und Erfolgsmodelle dabei zu sein.

Für welchen Bereich im CP würden Sie gern einmal arbeiten?

Stellen Sie sich den kommunikativen Raum als virtuell begehbaren 3D-Kosmos vor. Das ist zwar Zukunftsmusik, aber nicht hirnrissig. Für ein solches CP-Projekt würde ich gerne arbeiten.