Werden Journalisten, die bisher für Head-Line gearbeitet haben, andere Menschen – nur weil sie jetzt für KircherBurkhardt Stuttgart arbeiten? Ehrlich gesagt: wir glauben das nicht. Und wir können den neuen Kollegen in Berlin da wenig Hoffnung machen.
„Für uns bleibt ihr die Head-Liner“, sagt der Porsche-Kommunikationschef Christian Dau – und ist ebenfalls guter Hoffnung, dass sich in der Bahnhofstraße 27 in Stuttgart „menschlich“ wenig ändern wird. Das heißt: Wir können euch jetzt schon mal die ehemaligen Head-Liner vorstellen, die seit Wochen ehrgeizig an einem neuen Projekt arbeiten – an KircherBurkhardt Stuttgart.
Wenn sie sich durch das neue Agenturleben verändern (lassen), melden wir das natürlich sofort.
kennt nicht jeder. Zumindest nicht jeder in unserer Redaktion. Weil er eigentlich nie da ist. Er besucht den Multi-Manager Roger Penske in den USA für den „Christophorus“, er futtert sich bei Ritter-Schokolade für „Caracho“ durch und und und. Wäre er so durchtrainiert wie er glaubt, könnte man ihn den rasenden Reporter nennen. Schließlich ist er bei fast jedem Formel-1-Rennen, und schließlich schreibt der 44-Jährige auch noch für den „Stern“, für den „Playboy“, für die „Süddeutsche Zeitung“, die „Neue Züricher Zeitung“ oder die „Stuttgarter Zeitung“. „Wo ist das Problem?“, fragt er seine Jungs in Stuttgart und bastelt in New York an neuen Magazinen. Das einzige Problem: Er ruft nach europäischer Zeit nachts um vier Uhr an und beschwert sich, dass wir unsere E-Mails noch nicht gecheckt haben.
Elmar Brümmer, 47, ist Mitgesellschafter und kümmert sich hauptsächlich um die Themenkonzeption der Magazine und Bücher und um Reportagen und Portraits.
löst jede Aufgabe. Zumindest im Sudoku. Und wenn er dann noch Zeit hat, bringt er den ganzen Laden mit neuen Ideen durcheinander. „Wir könnten doch mal…“ „Wir müssten dringend…“ „Wir sollten endlich…“ Kreative sind so. Und wahrscheinlich hat der 51-Jährige während seiner Arbeit bei der Werbeagentur Karius und Partner ein paar Kreative gesehen. Das baden wir jetzt aus, weil sich der Schloz, den wir von seiner Zeit als Sportreporter bei den „Stuttgarter Nachrichten“ kannten, doch sehr verändert hat. Für die „Stuttgarter Nachrichten“ schreibt er zwar immer noch, aber tagtäglich fallen ihm im hohen Alter neue und noch bessere Konzepte ein. Und was uns sehr zu denken gibt, manchmal sogar nachts. Aber vielleicht liegt gerade das am gefühlten Alter. Gut, dass er früh genug an die Vorsorge gedacht hat und KircherBurkhardt Stuttgart mitgründete.
Reiner Schloz, 52, ist Mitgesellschafter und kümmert sich hauptsächlich um Konzeptionen und Produktionen von Magazinen – und als Autor mit Vorliebe um Kolumnen.
mein Gott – warum tut man sich das mit 55 noch an? So schlecht hat er ja nun als stellvertretender Chefredakteur bei der Stuttgarter Zeitung auch nicht verdient. Und zum Porsche wird es als geschäftsführender Gesellschafter bei KircherBurkhardt Stuttgart auch nicht reichen. Jedenfalls nicht zu seinem Traumauto, dem 911 Turbo Cabrio. Der Mann hat seine Brötchen zuvor als Moderator und Redakteur beim Süddeutschen Rundfunk und als Reporter beim „Hamburger Abendblatt“ verdient. Und bevor er stellvertretender Chefredakteur wurde, war er fast sechs Jahre lang Sportchef bei der Stuttgarter Zeitung. Daraus sollten Sie jetzt nicht ableiten, dass er sportlich ist (ein fataler Fehler!), aber immerhin nimmt er seine neuen Aufgaben mit Sportsgeist – und hat angefangen zu rechnen und Kontoauszüge anzuschauen. „Vielleicht lerne ich ja jetzt auch für mein Privatleben, wie man was wo ablegt“, sagt er. Vergessen Sie’s. Er legt immer noch ab, wie Journalisten ablegen. Man findet halt nichts.
Horst Walter, 58, ist Mitgesellschafter und kümmert sich hauptsächlich um die finanzielle und kreative Geschäftsführung.
ist die freundliche Dame, die Sie am Telefon empfängt. Wenn sie nicht gerade Süßigkeiten für die Redaktion kauft. Und das muss sie, zugegeben, oft tun – Nervennahrung. Susanne Keppler ist unsere Redaktionsassistentin – und obwohl unsere Kunden ihre Stimme immer wieder gerne hören („die ist aber nett!“), ist sie doch in erster Linie für die Redaktion da. Finden wir. Das heißt: sie kümmert sich um den verkorksten Magen des Kollegen Z. (mit Kamillentee), um das schlechte Wetter und das Motorrad des Kollegen Sch. (mit einem Regenschirm) und um die schlechte Laune des Kollegen W. (mit dem Kauf des Playboy). Ach ja: sie ist die einzige, die genau weiß, wer von uns gerade wo in der Welt herumjettet. Und wenn sie nicht gerade Süßigkeiten kauft, kann sie Ihnen das auch sagen.
Susanne Keppler, Empfangsdame und Redaktionsassistentin

Kristin Bergemann (kb)
ist das Multitasking-Talent schlechthin in der Redaktion. Sie kann Tee kochen, die Titelgeschichte recherchieren, Themen ins Internet einbauen und über schlechte Männerwitze hinweg hören. Und alles gleichzeitig. Und sie kann sich im selben Moment sogar noch über den Kollegen W. ärgern. Weil der wieder einmal nur an einem langweiligen Editorial schreibt und nicht fähig ist, nebenher ihren Aufmacher zu lesen. „Männer“, fegt sie kopfschüttelnd durch die Redaktion und wir sind alle schon froh, dass sie das Wörtchen „alte“ weglässt. Obwohl sie gerne mal feststellt, dass der Kollege Z. der gleiche Jahrgang wie ihr Vater ist. Sehr zur Freude von Herrn Z.
Kristin Bergemann,25, kümmert sich als Redakteurin um den Porsche-Tennis-Grand-Prix (Programmzeitschrift und daily News) und um das Hotelmagazin „Calma“.
hat mal bei der „Esslinger Zeitung“ den Theodor-Wolff-Preis gewonnen – mit einer Geschichte über Doping. Bei uns darf sich Michael Thiem jetzt um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens kümmern – und zum Beispiel in einem Kran über dem Porsche-Museum sitzen. Aus Recherchegründen. Bei uns lernt der Mann fürs Leben, und irgendwann machen wir ihm auch mal klar, dass man bei 40 Grad Außentemperatur zwar Squash spielen kann, aber nicht unbedingt muss. Dann hätte er auch im Sommer Zeit, in den Biergarten zu gehen. Und bräuchte sich im Winter nicht zu beschweren, dass so schlechtes Wetter ist und die Gartenwirtschaften geschlossen haben. Aber wahrscheinlich sind Theodor-Wolff-Preisträger so – und ihrer Zeit voraus. Den VfB hat er auch schon als Deutschen Meister gefeiert, als der noch auf Platz drei lag. Er nennt das Weitblick. Vielleicht rennt er deshalb bei uns im Büro ab und zu gegen eine Glastür.
Michael Thiem, 41, kümmert sich als Redakteur vorrangig um die Mitarbeiterzeitschrift „Carrera“

Jürgen Zeyer (zey)
hat zwar Familie (Ehefrau, Tochter, Sohn), aber kein Privatleben. Wie das geht? Bei KircherBurkhardt Stuttgart kann man das schaffen. Oder besser: Jürgen Zeyer kann das bei KircherBurkhardt Stuttgart schaffen. Als Chef vom Dienst überwacht er alle unsere Produkte – und so geht er erst aus dem Haus, wenn der Letzte das Licht ausgemacht hat. Das Problem, das er auch nach fünf Jahren noch nicht gelöst hat: bei uns im Büro gibt es Lichtsensoren. Und sobald er abends durch die Räume läuft, geht irgendwo wieder ein Licht an. Dann arbeitet er halt weiter. Ein leuchtendes Vorbild. Und er hat einen erhellenden Plan in seinem Büro, der die ganze Wand ausfüllt: welcher Fotograf wo eingesetzt ist, wann wir welchen Text brauchen, warum die Freigabe noch nicht da ist und dass im nächsten Heft noch eine Kurzmeldung fehlt. Deshalb lassen wir ihn schalten und walten, wie er will.
Jürgen Zeyer, 48, ist Chef vom Dienst und kümmert sich zudem um die Texte für die Mitarbeiterzeitschriften
Claus-Peter Andorka (cpa)
erreichen Sie morgens um sieben in der Redaktion. Weil Claus-Peter Andorka jeden Abend anders verplant hat: Einen Abend joggen, einen Abend Fitnesstraining, einen Abend joggen, einen Abend Fitnesstraining. Allerdings: Wenn es sein muss, arbeitet der freie Journalist auch rund um die Uhr – wie beim Porsche-Tennis-Grand-Prix, wo er als Pressechef fungiert. Das hat den Vorteil, dass er keinen Jet-Lag mehr spürt, obwohl er pausenlos in die USA jettet. Für Porsche Cars North America betreut er die Rennserie ALMS. Wir wissen nicht, ob er bei seinen früheren Arbeitgebern „Sonntag Aktuell“ und „Sport Illustrierte“ auch schon um sieben im Büro war. Aber ein Frühwarnsystem hat noch keiner Redaktion geschadet, auch uns nicht.
Claus-Peter Andorka, 55, kümmert sich vorrangig um Konzeptionen und Presseinformationen





