Wenn es bei KircherBurkhardt so etwas wie eine medientheoretische Vision gibt, dann ist es die Idee der “visuellen Wende”. Fakt ist: Die multisensuelle Vermittlung von Inhalten hat in den letzten zehn, zwanzig Jahren eine Vorrangstellung eingenommen.
Wurde früher, im Zeitalter intellektueller, elitärer Textkultur, das Bild noch der Sphäre des Scheins, der Unterhaltung und der Dekoration zugeordnet, wird es heute immer mehr zum zentralen Bedeutungsträger. An die Stelle kodifizierter Informationen und der damit einhergehenden Machtspielchen treten im digitalen Zeitalter die Architekten neuer, visueller Welten: Sie stehen für eine radikalere, intuitivere Verständniskultur.
Crossbusiness und vor allem crossmedial versuchen wir, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen: Indem wir Bildern in Form von Infografiken eine grammatische Form geben, eine logische Struktur, die den Text im besten Fall überflüssig macht. Indem wir eindrucksvolle Geschichten erzählen, die schneller, klarer, nachhaltiger wirken, als es ein bloßer Text je tun könnte. Unser Augenmerk liegt dabei nicht einfach auf “mehr Bild” sondern auf einer transparenten, dem Kunden zugewandten “Bildsprache” – sinnlich bis ins kleinste Detail.
Ein Augenzwinkern ist da die subversive Tradition unserer Infografik, kleine Hasen in ihre Visualisierungen mit einzubauen. Natürlich ist diese Hasenverschwörung zuallererst dem überbordenden Spieltrieb einiger Mitarbeiter geschuldet. Andererseits ist sie aber auch eine Empfehlung an unsere Kunden, genau hinzuschauen, und die erzählerischen Möglichkeiten des Bildes voll auszuloten. Bis dahin, wird die Hasenverschwörung wohl andauern. Denn nur Hasen wissen wirklich, wie der Hase läuft.
